WOHNKOSTEN IN DRESDEN STEIGEN
Belastung bleibt jedoch unter Metropolniveau
Eine aktuelle Studie des Deutschen Mieterbundes zeigt den steigenden Wohnkostenaufwand vieler Mieterhaushalte in Deutschland auf. Durchschnittlich fließen rund 31 % des Nettoeinkommens in Wohnen und Heizen. Besonders betroffen sind Haushalte mit geringen Einkommen, die häufig nahezu die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für Wohnkosten aufbringen müssen. Bundesweit gelten rund 3,2 Millionen Haushalte als überlastet, da ihre Wohnkostenquote mehr als 40 % beträgt. Zusätzlichen Druck erzeugen die seit 2020 um durchschnittlich 21 % gestiegenen Angebotsmieten.
Im Vergleich zu den großen Metropolen präsentiert sich Dresden weiterhin als vergleichsweise moderater Wohnungsmarkt. Die Wohnkostenbelastung liegt mit rund 30 % (gemäß KBU) unterhalb des Bundesdurchschnitts und unter dem Niveau von Städten wie Berlin, München oder Frankfurt. Auch extreme Belastungsquoten treten seltener auf. Dennoch zeigt auch die Elbestadt einen klaren Aufwärtstrend, wobei rund ein Drittel der Befragten die Bezahlbarkeit als "dringlich" einstufte. Bevölkerungswachstum, ein begrenztes Wohnungsangebot und steigende Neuvertragsmieten erhöhen den Druck insbesondere auf einkommensschwächere Haushalte. Während Bestandsmieten vielfach noch ein vergleichsweise günstiges Niveau aufweisen, nähert sich die Belastung bei Neuvermietungen zunehmend einer kritischen Schwelle an.